Wappen der Grafen von Luxemburg

Hebräische Worte, in einem Band unter die Wappen

geschrieben, bezeichnen deren jeweilige Bestimmung.


Eine chemisch-physikalische Untersuchung belegt, dass die hebräischen Schriftzüge gleichzeitig mit der Vorzeichnung der Wappenschilde entstanden. Die Schrift bestimmte den Ort der zu malenden Wappen, eine Art Platzhalter. Danach wurden die Wappen gemalt und ein Teil davon in gotischer Schrift angeschrieben.
 

Das beweist, dass die in diesem Haus auch schriftlich nachgewiesenen Juden die Auftraggeber dieser Wandmalerei waren. Sie bestimmten, was wohin zu malen war.

Diese Malerei ermöglicht einen im europäischen Kontext einmaligen Blick in die Lebenswelt einer vornehmen jüdischen Familie. Sie ist ein einmaliges Beispiel gesellschaftlicher Anteilnahme dieser Familie an wichtigen kulturellen Symbolen der christlichen Umgebung. Die Auftraggeber zeigen sich hier offen den aktuellen kulturellen Strömungen gegenüber.

Wappen der Grafen von Helfenstein